Game.UP

Gamification im Städtebau

Zunehmender Raumverbrauch, die sich verändernde Demografie und eine wachsende, diversifizierende Bevölkerung gehören zu den zukünftigen Herausforderungen für Städte und Metropolregionen. Diese steigende soziale und räumliche Komplexität, sowie die Entwicklung neuer Methoden für digitale Beteiligungsverfahren in der Planung, zeigen eine Bewegung hin zur transparenten Stadtplanung und eine stärkere Teilnahme der verschiedenen Hauptakteure in einer digital vernetzten Welt. Betrachtet man diese Prozesse genauer, werden daraus entstehende Diskrepanzen zwischen den Akteuren sichtbar. Ursache sind neben der Zugänglichkeit der Daten auch unterschiedliche Verständnisebenen im Umgang mit Planungsinformationen. Um die Potenziale dieser Entwickelungen zu erkennen und zu nutzen, braucht es eine gute Kommunikation und ein effektiver Austausch von planerischem Wissen der Hauptakteure, wie Ämter, Planer und Öffentlichkeit.

Visuelle Kommunikation überwindet als kognitives Werkzeug konventionelle Barrieren und beeinflusst das Verständnis, sowie die Akzeptanz von Entscheidungen. Das von der IGSSE (International Graduate School of Science and Engineering) geförderte, interdisziplinäre Forschungsprojekt „Game.Up“ untersucht die Anwendung von Methoden der Gamification als Visualisierungsform im Kontext der Stadtplanung wie z.B. bei der Planungskommunikation und bei Beteiligungsprozessen. Eine spielerische Auseinandersetzung und Bewertung von Planungsinformationen kann die Prozesse der Informationsverbreitung und des Wissensaustausches in leicht zu verstehenden, motivierenden, computerbasierten Erfahrungen umwandeln. Zudem werden Planungsprozessen durch dreidimensionale Modelle mit Echtzeit-Feedback visuell und interaktiv zugänglich.